Öffentlichkeitsbeteiligung
in der Stadt Bamberg

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Klinikum wird zum Gesundheitscampus

Erweiterung des Standortes am Bruderwald zur Sicherung der medizinischen Versorgung in Bamberg

Das Klinikum am Bruderwald wird zu einem neuen Gesundheitscampus erweitert. Es ist sehr wichtig, den medizinischen Versorgungsbedarf der Bamberger Bevölkerung decken können. Wachsender Bedarf besteht unter anderem in den Bereichen Psychiatrie, Rehabilitation, ambulante Einrichtungen und Altenpflege. Grundlage für die dargestellte Entwicklungsplanung ist einerseits die Zusammenführung der medizinischen Nutzungen der Standorte Klinikum am Bruderwald (KaB) und Klinikum am Michelsberg (KaM) und andererseits die Weiterentwicklung des Bereichs der Altenhilfe am Standort am Michelsberg. Die Erweiterung des Areals erfolgt im westlichen Bereich des Klinikums am Bruderwald bis zur Waizendorfer Straße. Durch die geplante Erweiterung wird sich die gesamte Verkehrssituation am Klinikum verbessern.

Um eine offizielle Anregung im Rahmen der öffentlichen Beteiligung für dieses Projekt abzugeben, klicken Sie bitte hier:
- Beteiligung der Öffentlichkeit nach §3 Abs. 1 BauGB
- Möglichkeit zur Stellungnahme 


Alle Unterlagen liegen auch zur öffentlichen Einsichtnahme bis 10.02.2023 im Stadtplanungsamt, Untere Sandstraße 34, 96049 Bamberg, II. Stock aus. Öffnungszeiten sind von Montag mit Donnerstag in der Zeit von 8.00 Uhr bis 17.00 Uhr, Freitag von 8.00 Uhr bis 12.00 Uhr. Für persönliche Erläuterungen wird um eine Terminabsprache unter der Tel. Nr. 0951/871621 gebeten. Die Beratung kann sowohl im Stadtplanungsamt, telefonisch oder digital erfolgen.

Die vorgesehene Entwicklung der beiden Standorte am Michelsberg und am Bruderwald ist nachstehend näher erläutert:
  • Standort am Michelsberg

    Seniorenheime Antonistift – Die Gebäudlichkeiten zur Altenhilfe und betreutem Wohnen sowie der Verwaltung sollen auch künftig für Zwecke der Altenhilfe verwendet werden. Hierbei wird es lediglich zu internen Umstrukturierungen beim Haus Wiesengrund kommen. Das bisher dort angesiedelte Demenzzentrum wird an den neu zu errichtenden Standort Lagarde 2 verlegt und in der Kapazität ausgebaut.

  • Standort am Bruderwald 

    Um die bisher am Standort am Michelsberg angesiedelten Bereiche Psychiatrie und Geriatrie an den Standort am Bruderwald verlagern und den künftigen Bedarfen entsprechend auch ausweiten zu können, ist die Errichtung von neuen Baukörpern am Standort am Bruderwald erforderlich. Es ist daher vorgesehen, für diese Bereiche auf dem südlich an das Klinikum angrenzenden Areal, mehrere Neubauten gemäß der erstellten Masterplanung zu errichten.

    Auf der südlichen Erweiterungsfläche am Klinikum am Bruderwald sind somit folgende Nutzungen geplant:

    • Stationäre medizinische Nutzung: Verlegung Psychiatrie vom Standort KaM
    • Teilstationäre Nutzung: Tagesklinik Psychiatrie
    • Stationäre Rehabilitation Geriatrie und Neurologie
    • Ambulante Nutzung für Reha-Patienten, Verlagerung aus Ebene 03 KaB
    • Kurzzeitpflege für Altenhilfe
    • Ausbildung medizinischer Berufe
    • Gastronomiebereich
    • Wohnbereich für Mitarbeitende
    • Parkhaus mit Tiefgarage

Der Ausbau wird schrittweise erfolgen. Aufgrund des hohen Bedarfs an psychiatrischen Behandlungsmöglichkeiten wird die Erweiterung im Jahr 2024 mit der Planung neuer und großzügiger Räumlichkeiten für die Psychiatrie starten. Baubeginn soll dann 2027 sein. Der Campus bietet zusätzlich Platz für eine neue Hochschule für Gesundheitsberufe.

                

Fragen und Antworten zum Bebauungsplanverfahren:

 
  • Was ist ein Bebauungsplanverfahren?

    Ein Bebauungsplanverfahren wird durchgeführt, um die planungsrechtliche Situation auf einem Grundstück oder einem ganzen Planareal erstmalig oder neu zu regeln. Bei der Planung am Klinik-Campus wird der Bebauungsplan als Grundlage für das geplante südliche Erweiterungsareal aufgestellt. Das Bebauungsplanverfahren ist ein öffentlich-rechtliches Verfahren. Alle einzelnen Planungs- und Verfahrensschritte sollen für jede Bürgerin und jeden Bürger nachvollziehbar und transparent vorgestellt und aufbereitet werden.

  • Wie lange dauert ein Bebauungsplanverfahren?

    Je nach Komplexität kann ein Bebauungsplanverfahren zwischen einigen Monaten bis zu einigen Jahren dauern. Im vorliegenden Fall wird das Verfahren mit zwei Beteiligungsschritten durchgeführt. Der erst Beteiligungsschritt wird die frühzeitige Beteiligung genannt und dient zur ersten Abfrage von Einwänden und Stellungnahmen von Seiten der Öffentlichkeit, aber auch von Seiten der betroffenen Behörden und öffentlichen Trägern. Der nächste Verfahrensschritt wird die öffentliche Auslegung genannt, es wird ein fortgeschriebener Bebauungsplan-Entwurf ausgelegt (mittels Aushang und digital) der dann schließlich im letzten Schritt durch die Mitglieder des Bau- und Werksenats als Satzung beschlossen wird.

  • Wie kann ich mich an einem Bebauungsplanverfahren beteiligen?

    Zum Zeitpunkt der frühzeitigen Beteiligung können sich interessierte Bürgerinnen und Bürger sowohl digital (im Internet auf der Seite des Stadtplanungsamtes), als auch analog (mittels Aushang der Unterlagen in den Fluren des Stadtplanungsamtes) durch Einsicht der Verfahrensunterlagen (Bebauungsplan, textliche Begründung, Gutachten, etc.) umfangreich informieren. Anregungen können in Form von schriftlichen Stellungnahmen sowohl online, als auch per Brief an das Stadtplanungsamt übermittelt werden. Die Kontaktdaten hierzu können im Internet auf der Seite des Stadtplanungsamtes (Öffentlichkeitsbeteiligung) als auch in der über das Amtsblatt der Stadt Bamberg veröffentlichen Bekanntmachung zum Bebauungsplanverfahren (vom 16.12.2022) eingesehen werden.

  • Was passiert mit meiner Stellungnahme?

    Vorgebrachte Anregungen und Einwände werden von der Verwaltung zum jeweiligen Verfahrensschritt (hier die frühzeitige Beteiligung) gesammelt, geprüft und im Rahmen der Abwägung in Form von einer Abwägungstabelle für die Mitglieder des Bau- und Werksenats aufgearbeitet und mit einem Beschlussvorschlag versehen. Ob einem vorgebrachten Einwand planerisch entsprochen wurde, kann den Unterlagen der entsprechenden Sitzung des Bau- und Werksenats entnommen werden. Terminlich lässt sich die erneute Behandlung im Senat zum jetzigen Zeitpunkt des Verfahrens noch nicht einordnen. Hierbei ist jede Bürgerin und jeder Bürger angehalten, das städtische Amtsblatt mit den entsprechenden amtlichen Bekanntmachungen (zweiwöchentliche Erscheinung, jew. Freitags) zu studieren und sich über den Verfahrensablauf zu informieren.

  • Zahlen und Fakten

    Neuer Bebauungsplan für die bauliche Weiterentwicklung des Klinikums (Planungshorizont bis 2030). Beschluss zur Aufstellung des Bebauungsplanes bereits am 08.12.2021 durch den Bau- und Werksenat der Stadt Bamberg

    Teilweise Änderung des bisherigen Bebauungsplanes für den Gebäudebestand des Klinikums (Nr. 62 A aus dem Jahr 1971) sowie Teilweise Änderung des Bebauungsplanes zur Anbindung des südlich gelegenen Regenrückhaltebeckens (Nr. 62 B aus dem Jahr 1979).

    Flächenbedarf für die Erweiterung des Klinik-Areals von rund 6,72 ha für das Sondergebiet Klinikum, circa 3,07 ha für private Grünflächen und circa 2,36 ha für die Verkehrsflächen. Die Erweiterungsflächen West weißen im ersten Bauabschnitt eine gesamt Bruttogeschossfläche von circa 120.000 m² auf. Der finale Bauabschnitt bis 2035 wird eine Bruttogeschossfläche von circa 45.630 m² umfassen. 

    Zwei geplante Bauabschnitte nach Masterplan: Erster Abschnitt im Bereich des Gebäudebestandes (Erdgeschosssockelzone) sowie die zentrale Grünanlage mit umgebender Bebauung einschließlich der neuen Erschließung und des Parkhauses mit Gebäudeteil am südlichen Auftakt zum Areal.


Im Rahmen der Planung wurden intensive Untersuchungen zu verkehrsbezogenen, immissions- und naturschutzfachlichen sowie weiteren Schwerpunktthemen durchgeführt und berücksichtigt. Ein wichtiger Aspekt ist dabei die zweite Anbindung des Gesundheitscampus über die Waizendorfer Straße, welche das Verkehrsaufkommen über die Buger Straße reduzieren soll. Auch der Aspekt der Nachhaltigkeit spielte bei der Planung eine wichtige Rolle.